Altes Testament · Poesie

Psalmen 49

Psalmi 49 · Lutherbibel 1912 · 21 Verse

Kapitel 49 von 150

1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs, ein Psalm.

2 Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,Höret dies, ihr Völker alle; nehmet es zu Ohren, alle Bewohner der Welt;

3 beide, gemeiner Mann und Herren, beide, reich und arm, miteinander!sowohl Menschensöhne als Männersöhne, Reiche und Arme allzumal!

4 Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.Mein Mund soll Weisheit reden, und das Sinnen meines Herzens soll Einsicht sein.

5 Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und kundtun mein Rätsel beim Klange der Harfe.Neigen will ich zu einem Spruche mein Ohr, mein Rätsel eröffnen bei der Laute.

6 Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Untertreter umgibt,Warum sollte ich mich fürchten in Tagen des Übels, wenn die Ungerechtigkeit derer, die mir auf der Ferse sind, mich umringt.

7 die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum?Welche auf ihr Vermögen vertrauen und der Größe ihres Reichtums sich rühmen?

8 Kann doch einen Bruder niemand erlösen noch ihn Gott versöhnenKeineswegs vermag jemand seinen Bruder zu erlösen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben,

9 (denn es kostet zuviel, eine Seele zu erlösen; man muß es anstehen lassen ewiglich),(Denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele, und er muß davon abstehen auf ewig)

10 daß er fortlebe immerdar und die Grube nicht sehe.daß er fortlebe immerdar, die Grube nicht sehe.

11 Denn man wird sehen, daß die Weisen sterben sowohl als die Toren und Narren umkommen und müssen ihr Gut andern lassen.Denn er sieht, daß die Weisen sterben, daß der Tor und der Unvernünftige miteinander umkommen und anderen ihr Vermögen lassen.

12 Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für; und haben große Ehre auf Erden.Ihr Gedanke ist, daß ihre Häuser stehen in Ewigkeit, ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht; sie nennen Ländereien nach ihrem Namen.

13 Dennoch kann ein Mensch nicht bleiben in solchem Ansehen, sondern muß davon wie ein Vieh.Doch der Mensch, der in Ansehen ist, bleibt nicht; er gleicht dem Vieh, das vertilgt wird.

14 Dies ihr Tun ist eitel Torheit; doch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde. (Sela.)Dieser ihr Weg ist ihre Torheit; und die nach ihnen kommen, haben Wohlgefallen an ihren Worten. (Sela.)

15 Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod weidet sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen; in der Hölle müssen sie bleiben.Man legt sie in den Scheol wie Schafe, der Tod weidet sie; und am Morgen herrschen die Aufrichtigen über sie; und ihre Gestalt wird der Scheol verzehren, fern von ihrer Wohnung.

16 Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen. (Sela.)Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich aufnehmen. (Sela.)

17 Laß dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.Fürchte dich nicht, wenn ein Mann sich bereichert, wenn sich vergrößert die Herrlichkeit seines Hauses.

18 Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.Denn wenn er stirbt, nimmt er das alles nicht mit; nicht folgt ihm hinab seine Herrlichkeit.

19 Er tröstet sich wohl dieses guten Lebens, und man preiset's, wenn einer sich gütlich tut;Ob er auch seine Seele segnete in seinem Leben und man wird dich loben, wenn du dir selbst Gutes tust

20 aber doch fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.sie wird kommen zu dem Geschlecht seiner Väter; nimmermehr werden sie das Licht sehen.

21 Kurz, wenn ein Mensch in Ansehen ist und hat keinen Verstand, so fährt er davon wie ein Vieh.Der Mensch, der in Ansehen ist und keine Einsicht hat, gleicht dem Vieh, das vertilgt wird.