Altes Testament · Poesie

Psalmen 104

Psalmi 104 · Lutherbibel 1912 · 35 Verse

Kapitel 104 von 150

1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.Preise Jahwe, meine Seele! Jahwe, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet;

2 Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;Du, der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke;

3 Du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes;der seine Obergemächer bälkt in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Gefährt, der da einherzieht auf den Fittichen des Windes;

4 der du machst Winde zu deinen Engeln und zu deinen Dienern Feuerflammen;der seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu flammendem Feuer.

5 der du das Erdreich gegründet hast auf seinem Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich.

6 Mit der Tiefe deckst du es wie mit einem Kleide, und Wasser standen über den Bergen.Mit der Tiefe hattest du sie bedeckt wie mit einem Gewande; die Wasser standen über den Bergen.

7 Aber von deinem Schelten flohen sie, von deinem Donner fuhren sie dahin.Vor deinem Schelten flohen sie, vor der Stimme deines Donners eilten sie hinweg

8 Die Berge gingen hoch hervor, und die Täler setzten sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.die Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du ihnen festgesetzt.

9 Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht und dürfen nicht wiederum das Erdreich bedecken.Du hast ihnen eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten werden; sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken.

10 Du läßt Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,Du, der Quellen entsendet in die Täler; zwischen den Bergen fließen sie dahin;

11 daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche.sie tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel stillen ihren Durst;

12 An denselben sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.An denselben wohnen die Vögel des Himmels, zwischen den Zweigen hervor lassen sie ihre Stimme erschallen.

13 Du feuchtest die Berge von obenher; du machst das Land voll Früchte, die du schaffest;Du, der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern; von der Frucht deiner Werke wird die Erde gesättigt.

14 du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest,Der Gras hervorsprossen läßt für das Vieh, und Kraut zum Dienste der Menschen: um Brot hervorzubringen aus der Erde.

15 und daß der Wein erfreue des Menschen Herz, daß seine Gestalt schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke;und damit Wein des Menschen Herz erfreue; um das Angesicht glänzen zu machen von Öl, und damit Brot des Menschen Herz stärke.

16 daß die Bäume des HERRN voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat.Es werden gesättigt die Bäume Jahwes, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat,

17 Daselbst nisten die Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.woselbst die Vögel nisten; der Storch, Zypressen sind sein Haus.

18 Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklüfte der Kaninchen.Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen eine Zuflucht für die Klippendächse.

19 Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.Er hat den Mond gemacht für die bestimmten Zeiten; die Sonne weiß ihren Untergang.

20 Du machst Finsternis, daß es Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,Du machst Finsternis, und es wird Nacht; in ihr regen sich alle Tiere des Waldes;

21 die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott.die jungen Löwen brüllen nach Raub und fordern von Gott ihre Speise.

22 Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen.Die Sonne geht auf: sie ziehen sich zurück und lagern sich in ihre Höhlen.

23 So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.Der Mensch geht aus an sein Werk und an seine Arbeit, bis zum Abend.

24 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.Wie viele sind deiner Werke, Jahwe! Du hast sie alle mit Weisheit gemacht, voll ist die Erde deiner Reichtümer.

25 Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, große und kleine Tiere.Dieses Meer, groß und ausgedehnt nach allen Seiten hin: daselbst wimmelt's, ohne Zahl, von Tieren klein und groß.

26 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie darin spielen.Daselbst ziehen Schiffe einher, der Leviathan, den du gebildet hast, um sich darin zu tummeln.

27 Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.Sie alle warten auf dich, daß du ihnen ihre Speise gebest zu seiner Zeit.

28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt.Du gibst ihnen: sie sammeln ein; du tust deine Hand auf: sie werden gesättigt mit Gutem.

29 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.Du verbirgst dein Angesicht: sie erschrecken; du nimmst ihren Odem hinweg: sie hauchen aus und kehren zurück zu ihrem Staube.

30 Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du erneuest die Gestalt der Erde.Du sendest deinen Odem aus: sie werden erschaffen, und du erneuerst die Fläche des Erdbodens.

31 Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken.Jahwes Herrlichkeit wird ewig sein, Jahwe wird sich freuen seiner Werke;

32 Er schaut die Erde an, so bebt sie; er rührt die Berge an, so rauchen sie.der die Erde anschaut, und sie bebt; er rührt die Berge an, und sie rauchen.

33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.Singen will ich Jahwe mein Leben lang, will meinem Gott Psalmen singen, solange ich bin.

34 Meine Rede müsse ihm wohl gefallen. Ich freue mich des HERRN.Möge ihm angenehm sein mein Sinnen! Ich, ich werde mich in Jahwe erfreuen.

35 Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!Die Sünder werden schwinden von der Erde, und die Gesetzlosen nicht mehr sein. Preise Jahwe, meine Seele! Lobet Jahwe!