Altes Testament · Poesie

Hiob 26

Iob 26 · Elberfelder Bibel 1905 · 14 Verse

Kapitel 26 von 42

1 Hiob antwortete und sprach:Und Hiob antwortete und sprach:

2 Wie stehest du dem bei, der keine Kraft hat, hilfst dem, der keine Stärke in den Armen hat!Wie hast du dem Ohnmächtigen geholfen, den kraftlosen Arm gerettet!

3 Wie gibst du Rat dem, der keine Weisheit hat, und tust kund Verstandes die Fülle!Wie hast du den beraten, der keine Weisheit hat, und gründliches Wissen in Fülle kundgetan!

4 Zu wem redest du? und wes Odem geht von dir aus?An wen hast du Worte gerichtet, und wessen Odem ist von dir ausgegangen?

5 Die Toten ängsten sich tief unter den Wassern und denen, die darin wohnen.Die Schatten beben unter den Wassern und ihren Bewohnern.

6 Das Grab ist aufgedeckt vor ihm, und der Abgrund hat keine Decke.Der Scheol ist nackt vor ihm, und keine Hülle hat der Abgrund.

7 Er breitet aus die Mitternacht über das Leere und hängt die Erde an nichts.Er spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts.

8 Er faßt das Wasser zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreißen darunter nicht.Er bindet die Wasser in seine Wolken, und das Gewölk zerreißt nicht unter ihnen.

9 Er verhüllt seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor.Er verhüllt den Anblick seines Thrones, indem er sein Gewölk darüber ausbreitet.

10 Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzt, bis wo Licht und Finsternis sich scheiden.Er rundete eine Schranke ab über der Fläche der Wasser bis zum äußersten Ende, wo Licht und Finsternis zusammentreffen.

11 Die Säulen des Himmels zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten.Die Säulen des Himmels wanken und entsetzen sich vor seinem Schelten.

12 Von seiner Kraft wird das Meer plötzlich ungestüm, und durch seinen Verstand zerschmettert er Rahab.Durch seine Kraft erregt er das Meer, und durch seine Einsicht zerschellt er Rahab.

13 Am Himmel wird's schön durch seinen Wind, und seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange.Durch seinen Hauch wird der Himmel heiter, seine Hand durchbohrt den flüchtigen Drachen.

14 Siehe, also geht sein Tun, und nur ein geringes Wörtlein davon haben wir vernommen. Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen?Siehe, das sind die Säume seiner Wege; und wie wenig haben wir von ihm gehört! Und den Donner seiner Macht, wer versteht ihn?