Glaube & Leben
Was sagt die Bibel über Mut und Furcht?
Die Bibel ruft immer wieder "Fürchte dich nicht!", weil Gott bei den Seinen ist. Mut entsteht nicht aus eigener Stärke, sondern aus dem Vertrauen, dass der allmächtige und liebende Gott uns nie verlässt.
"Fürchte dich nicht" ist einer der häufigsten Zusprüche der ganzen Bibel. Gott weiß, dass Menschen Angst kennen, und begegnet ihr nicht mit Vorwurf, sondern mit Zuspruch und seiner Gegenwart. An Josua sagte er: "Sei getrost und unverzagt ... denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst" (Josua 1,9).
Mut aus Gottes Nähe
Biblischer Mut speist sich nicht aus Selbstvertrauen, sondern aus dem Vertrauen auf Gott. Jesaja 41,10: "Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch." Wenn Gott für uns ist, "wer mag wider uns sein?" (Römer 8,31).
Die Bibel kennt auch eine gute Furcht: die "Furcht des HERRN", also Ehrfurcht vor Gott. Sie ist "der Weisheit Anfang" (Sprüche 9,10). Wer Gott recht ehrt, muss sich vor nichts anderem fürchten. Gott "hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht" (2. Timotheus 1,7).
Gegen die Angst hilft vor allem Gottes Liebe: "Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus" (1. Johannes 4,18). Wer weiß, dass er von Gott geliebt und nie verlassen wird (Hebräer 13,5-6), kann mutig leben – nicht weil keine Gefahren bestehen, sondern weil Gott größer ist.