Glaube & Leben
Was sagt die Bibel über Hoffnung?
Biblische Hoffnung ist kein vages Wünschen, sondern feste Gewissheit, gegründet auf Gottes Zusagen und die Auferstehung Jesu. Sie trägt durch Leid und richtet den Blick auf die ewige Zukunft bei Gott.
Im alltäglichen Sprachgebrauch ist "Hoffnung" oft nur ein Wunsch ("ich hoffe, es klappt"). Biblische Hoffnung ist etwas anderes: eine feste, zuversichtliche Erwartung, weil sie auf Gott gegründet ist, der nicht lügen kann (Titus 1,2). Sie ist "ein sicherer und fester Anker unsrer Seele" (Hebräer 6,19).
Worauf sie ruht
Der Grund dieser Hoffnung ist die Auferstehung Jesu. Durch sie sind wir "wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung ... zu einem unverwelklichen Erbe" (1. Petrus 1,3-4). Weil Christus lebt, hat auch der Tod nicht das letzte Wort (1. Thessalonicher 4,13-14).
Diese Hoffnung trägt durch schwere Zeiten. Paulus schreibt, dass "Trübsal Geduld bringt; Geduld aber bringt Erfahrung; Erfahrung aber bringt Hoffnung; Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden" (Römer 5,3-5). Sie ist kein Verdrängen des Leids, sondern Kraft mitten darin.
Darum wünscht Paulus den Glaubenden, dass Gott sie "erfülle mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr völlige Hoffnung habet durch die Kraft des Heiligen Geistes" (Römer 15,13). Wer auf Gott hofft, "kriegt neue Kraft" (Jesaja 40,31) – und blickt getrost in die Zukunft.