Glaube & Leben

Was sagt die Bibel über Demut?

Demut ist keine Selbstverachtung, sondern eine nüchterne, dienende Haltung, die andere achtet und auf Gott vertraut. Die Bibel sagt: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

Demut zählt in der Bibel zu den schönsten Tugenden – und sie wird oft missverstanden. Demut ist nicht Selbstverachtung oder Schwäche, sondern eine realistische Selbsteinschätzung vor Gott und eine dienende Haltung gegenüber anderen: "Durch Demut achte einer den andern höher als sich selbst" (Philipper 2,3).

Das Vorbild Jesu

Das größte Beispiel ist Jesus selbst. Obwohl er Gott war, "entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an ... und erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode" (Philipper 2,6-8). Er, der Herr, wusch seinen Jüngern die Füße (Johannes 13,14-15) und sagte: "Lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig" (Matthäus 11,29).

Die Bibel verbindet Demut mit großen Verheißungen, stellt aber dem Stolz das Gericht gegenüber: "Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade" (Jakobus 4,6). Und: "Demütiget euch unter die gewaltige Hand Gottes, dass er euch erhöhe zu seiner Zeit" (1. Petrus 5,6).

Demut zeigt sich konkret: im Zuhören, im Eingestehen von Fehlern, im Dienen ohne Aufsehen und im Vertrauen, dass Gott uns erhöht – nicht wir uns selbst. Sie ist der Boden, auf dem Gottes Gnade wachsen kann.

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