Altes Testament · Poesie

Sprüche 31

Proverbia 31 · Elberfelder Bibel 1905 · 31 Verse

Kapitel 31 von 31

1 Dies sind die Worte des Königs Lamuel, die Lehre, die ihn seine Mutter lehrte.Worte Lemuels, des Königs; Ausspruch, womit seine Mutter ihn unterwies:

2 Ach mein Auserwählter, ach du Sohn meines Leibes, ach mein gewünschter Sohn,Was, mein Sohn, und was, Sohn meines Leibes, und was, Sohn meiner Gelübde?

3 laß nicht den Weibern deine Kraft und gehe die Wege nicht, darin sich die Könige verderben!Gib nicht den Weibern deine Kraft, noch deine Wege den Verderberinnen der Könige.

4 O, nicht den Königen, Lamuel, nicht den Königen ziemt es, Wein zu trinken, noch den Fürsten starkes Getränk!Nicht für Könige ziemt es sich, Lemuel, nicht für Könige, Wein zu trinken, noch für Fürsten, zu fragen: Wo ist starkes Getränk?

5 Sie möchten trinken und der Rechte vergessen und verändern die Sache aller elenden Leute.damit er nicht trinke und des Vorgeschriebenen vergesse, und verdrehe die Rechtssache aller Kinder des Elends.

6 Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und den Wein den betrübten Seelen,Gebet starkes Getränk dem Umkommenden, und Wein denen, die betrübter Seele sind:

7 daß sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken.er trinke, und vergesse seine Armut und gedenke seiner Mühsal nicht mehr.

8 Tue deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.Tue deinen Mund auf für den Stummen, für die Rechtssache aller Unglücklichen.

9 Tue deinen Mund auf und richte recht und räche den Elenden und Armen.Tue deinen Mund auf, richte gerecht, und schaffe Recht dem Elenden und dem Dürftigen.

10 Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen.Ein wackeres Weib, wer wird es finden? Denn ihr Wert steht weit über Korallen.

11 Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln.Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen.

12 Sie tut ihm Liebes und kein Leides ihr Leben lang.Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.

13 Sie geht mit Wolle und Flachs um und arbeitet gern mit ihren Händen.Sie sucht Wolle und Flachs, und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände.

14 Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von ferne bringt.Sie ist Kaufmannsschiffen gleich, von fernher bringt sie ihr Brot herbei.

15 Sie steht vor Tages auf und gibt Speise ihrem Hause und Essen ihren Dirnen.Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und bestimmt die Speise für ihr Haus und das Tagewerk für ihre Mägde.

16 Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg von den Früchten ihrer Hände.Sie sinnt auf ein Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.

17 Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme.Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme.

18 Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlischt des Nachts nicht.Sie erfährt, daß ihr Erwerb gut ist: des Nachts geht ihr Licht nicht aus;

19 Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel.sie legt ihre Hände an den Spinnrocken, und ihre Finger erfassen die Spindel.

20 Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Dürftigen.Sie breitet ihre Hand aus zu dem Elenden und streckt ihre Hände dem Dürftigen entgegen.

21 Sie fürchtet für ihr Haus nicht den Schnee; denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider.Sie fürchtet für ihr Haus den Schnee nicht, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesin gekleidet.

22 Sie macht sich selbst Decken; feine Leinwand und Purpur ist ihr Kleid.Sie verfertigt sich Teppiche; Byssus und Purpur sind ihr Gewand.

23 Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes.Ihr Mann ist bekannt in den Toren, indem er sitzt bei den Ältesten des Landes.

24 Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Gürtel gibt sie dem Krämer.Sie verfertigt Hemden und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem Kaufmann.

25 Kraft und Schöne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.Macht und Hoheit sind ihr Gewand, und so lacht sie des künftigen Tages.

26 Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre.Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und liebreiche Lehre ist auf ihrer Zunge.

27 Sie schaut, wie es in ihrem Hause zugeht, und ißt ihr Brot nicht mit Faulheit.Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Hause und ißt nicht das Brot der Faulheit.

28 Ihre Söhne stehen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie:Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, ihr Mann steht auf und rühmt sie:

29 "Viele Töchter halten sich tugendsam; du aber übertriffst sie alle."»Viele Töchter haben wacker gehandelt, du aber hast sie alle übertroffen!«

30 Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN fürchtet, soll man loben.Die Anmut ist Trug, und die Schönheit Eitelkeit; ein Weib, das Jahwe fürchtet, sie wird gepriesen werden.

31 Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie loben in den Toren.Gebet ihr von der Frucht ihrer Hände; und in den Toren mögen ihre Werke sie preisen!

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