Altes Testament · Poesie

Psalmen 50

Psalmi 50 · Elberfelder Bibel 1905 · 23 Verse

Kapitel 50 von 150

1 Ein Psalm Asaphs. Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.Ein Psalm; von Asaph. Der Mächtige, Gott, Jahwe, hat geredet und die Erde gerufen vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

2 Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.Aus Zion, der Schönheit Vollendung, ist Gott hervorgestrahlt.

3 Unser Gott kommt und schweigt nicht. Fressend Feuer geht vor ihm her und um ihn her ist ein großes Wetter.Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; Feuer frißt vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig.

4 Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte:Er ruft dem Himmel droben und der Erde, um sein Volk zu richten:

5 "Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir gemacht haben beim Opfer."»Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer!«

6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn Gott ist Richter. (Sela.)Und die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, denn Gott ist es, der richtet. (Sela.)

7 "Höre, mein Volk, laß mich reden; Israel, laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.»Höre, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will wider dich zeugen! Ich, ich bin Gott, dein Gott.«

8 Deines Opfers halber strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir.Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, und deine Brandopfer sind beständig vor mir.

9 Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen noch Böcke aus deinen Ställen.Nicht werde ich Farren nehmen aus deinem Hause, noch Böcke aus deinen Hürden.

10 Denn alle Tiere im Walde sind mein und das Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen.

11 Ich kenne alle Vögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Feld ist vor mir.Ich kenne alles Gevögel der Berge, und das Wild des Gefildes ist mir bekannt.

12 Wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist.Wenn mich hungerte, ich würde es dir nicht sagen: denn mein ist der Erdkreis und seine Fülle.

13 Meinst du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle oder Bocksblut trinken?Sollte ich das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken?

14 Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine GelübdeOpfere Gott Lob, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde;

15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen."und rufe mich an am Tage der Bedrängnis: ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!«

16 Aber zum Gottlosen spricht Gott: "Was verkündigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,Zu dem Gesetzlosen aber spricht Gott: »Was hast du meine Satzungen herzusagen und meinen Bund in deinen Mund zu nehmen«?

17 so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?Du hast ja die Zucht gehaßt und hinter dich geworfen meine Worte.

18 Wenn du einen Dieb siehst, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.Wenn du einen Dieb sahst, so gingst du gern mit ihm um, und dein Teil war mit Ehebrechern.

19 Deinen Mund lässest du Böses reden, und deine Zunge treibt Falschheit.Deinen Mund ließest du los zum Bösen, und Trug flocht deine Zunge.

20 Du sitzest und redest wider deinen Bruder; deiner Mutter Sohn verleumdest du.Du saßest da, redetest wider deinen Bruder, wider den Sohn deiner Mutter stießest du Schmähung aus.

21 Das tust du, und ich schweige; da meinst du, ich werde sein gleichwie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.Solches hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei ganz wie du. Ich werde dich strafen und es dir vor Augen stellen.«

22 Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinraffe und sei kein Retter da.Merket doch dieses, die ihr Gottes vergesset, damit ich nicht zerreiße, und kein Erretter sei da!

23 Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes."Wer Lob opfert, verherrlicht mich, und wer seinen Weg einrichtet, ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.