Personen im Bibellexikon
Jeremia
Der weinende Prophet
Jeremia ruft Juda vor dem Untergang zur Umkehr und verheißt einen neuen Bund, in dem Gott sein Gesetz ins Herz schreibt.
Jeremia wurde schon vor seiner Geburt zum Propheten berufen (Jeremia 1,5). In schwerer Zeit, kurz vor und während der Zerstörung Jerusalems durch Babylon, rief er sein Volk zur Umkehr.
Weil seine Botschaft oft auf Ablehnung stieß, litt Jeremia tief mit – man nennt ihn den „weinenden Propheten". Doch mitten im Gericht verkündete er Hoffnung: einen neuen Bund, in dem Gott sein Gesetz ins Herz schreibt und die Sünden vergibt (Jeremia 31,31-34).
Diesen neuen Bund hat Jesus beim letzten Abendmahl mit seinem Blut gestiftet. So weist Jeremias dunkle Zeit auf das hellste Licht der Heilsgeschichte voraus.
Schlüsselverse
Ich kannte dich, ehe denn ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest, und stellte dich zum Propheten unter die Völker.
Jeremia 1,5
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
Jeremia 29,11
sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein;
Jeremia 31,33