Personen im Bibellexikon

Abraham

Stammvater des Glaubens

Abraham wird von Gott aus Ur berufen und empfängt die Verheißung, zum Segen für alle Völker zu werden. Er gilt als Vater aller Glaubenden.

Abraham (ursprünglich Abram) ist der erste der Erzväter Israels. Sein Name bedeutet „Vater einer Menge" – ein Programm, das Gott selbst ihm gab, als er ihm zahllose Nachkommen verhieß (1. Mose 17,5).

Gott rief Abraham aus seiner Heimat Ur in Chaldäa und führte ihn ins Land Kanaan. Dort schloss er mit ihm einen Bund: aus Abraham sollte ein großes Volk werden, und in ihm sollten alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Abraham glaubte dieser Verheißung, „und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet" (1. Mose 15,6) – ein Satz, der im Neuen Testament zum Fundament der Rechtfertigungslehre wird.

Die schwerste Prüfung war die Aufforderung, seinen Sohn Isaak zu opfern. Abrahams Gehorsam und Gottes Eingreifen auf dem Berg Morija zeigen prophetisch hin auf das Opfer, das Gott selbst in seinem Sohn bringen würde.

  • Bund und Verheißung: Land, Nachkommen, Segen für die Völker.
  • Vorbild des Glaubens: Römer 4 und Hebräer 11 stellen ihn als Glaubensvater dar.
  • Bezug zu Christus: In Jesus, dem „Samen Abrahams", erfüllt sich der Segen für alle Völker (Galater 3).

Paulus nennt alle, die wie Abraham glauben, seine geistlichen Kinder. So ist Abraham nicht nur Israels Stammvater, sondern Vater aller Glaubenden aus allen Völkern.

Schlüsselverse

Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.

1. Mose 12,1

Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

1. Mose 15,6

Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker

1. Mose 17,5

Was sagt denn die Schrift? "Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet."

Römer 4,3
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