Bibel & Auslegung

Warum gibt es so viele Bibelübersetzungen?

Die Bibel wurde in Hebräisch, Aramäisch und Griechisch geschrieben und muss übersetzt werden. Verschiedene Übersetzungen verfolgen unterschiedliche Ziele – wortgetreu oder gut verständlich –, doch alle wollen Gottes Wort treu wiedergeben.

Die Bibel wurde ursprünglich nicht auf Deutsch geschrieben, sondern in Hebräisch und Aramäisch (Altes Testament) und Griechisch (Neues Testament). Damit Menschen sie in ihrer Sprache lesen können, braucht es Übersetzungen. Schon zu biblischer Zeit wurde übersetzt, und die Reformation machte die Bibel durch Luthers Übersetzung dem Volk zugänglich.

Verschiedene Ansätze

Übersetzungen unterscheiden sich vor allem im Ziel: Manche bleiben möglichst nah am Wortlaut (etwa die Elberfelder), andere legen Wert auf gute Verständlichkeit. Beide Ansätze haben ihren Wert – die einen fürs genaue Studium, die anderen fürs flüssige Lesen. Das ist kein Widerspruch, sondern Reichtum.

Wichtig ist: Alle seriösen Übersetzungen geben dieselbe Botschaft treu wieder. Gottes Wort "bleibt in Ewigkeit" (1. Petrus 1,25), unabhängig von der Sprache. Der Vergleich mehrerer Übersetzungen kann sogar helfen, eine Stelle besser zu verstehen.

Entscheidend ist nicht, die "perfekte" Übersetzung zu finden, sondern überhaupt zu lesen und zu tun, was darin steht. Der Psalmist betet: "Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz" (Psalmen 119,18). Diese Bitte gilt für jede Übersetzung.

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