Bibel & Auslegung
Was ist der Unterschied zwischen Altem und Neuem Testament?
Das Alte Testament erzählt von Gottes Bund mit Israel und weist auf den kommenden Retter hin. Das Neue Testament berichtet von Jesus Christus, der die Verheißungen erfüllt. Beide gehören zusammen und bezeugen denselben Gott.
Die Bibel besteht aus zwei großen Teilen: dem Alten Testament (39 Bücher) und dem Neuen Testament (27 Bücher). Das Wort "Testament" bedeutet "Bund". Das Alte berichtet von Gottes Bund mit dem Volk Israel, das Neue vom neuen Bund in Jesus Christus.
Verheißung und Erfüllung
Das Alte Testament beginnt mit der Schöpfung, erzählt vom Sündenfall, von Abraham, Mose, den Propheten – und weist immer wieder auf einen kommenden Retter hin. Schon 1. Mose 3,15 kündigt ihn an, und Propheten wie Jesaja beschreiben ihn (Jesaja 53,5). Das Neue Testament zeigt: In Jesus sind diese Verheißungen erfüllt.
Jesus selbst sagte, er sei nicht gekommen, "das Gesetz oder die Propheten aufzulösen ... sondern zu erfüllen" (Matthäus 5,17). Das Alte Testament ist also nicht überholt, sondern das Fundament, auf dem das Neue ruht. Beide bezeugen denselben Gott und denselben Heilsplan.
Darum lohnt es, beide Teile zu lesen. Das Alte zeigt, warum wir einen Retter brauchen, das Neue, wie Gott ihn gesandt hat. "Christus ist gestorben für unsre Sünden nach der Schrift" (1. Korinther 15,3) – die ganze Bibel führt zu ihm.