Vertrauen

Denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten

„Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Römer 8,28 · Lutherbibel 1912

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ Dieser Vers gehört zu den großen Trostworten des Neuen Testaments – und zugleich zu den am häufigsten missverstandenen.

Paulus sagt nicht: „Alles, was geschieht, ist gut.“ Krankheit ist nicht gut. Verlust ist nicht gut. Unrecht ist nicht gut. Was er sagt, ist etwas anderes und viel Größeres: Gott ist in der Lage, alle Dinge – auch die dunklen und schmerzhaften – so zusammenzufügen, dass am Ende etwas Gutes daraus entsteht.

Das Bild dahinter ist das eines Webers, der viele einzelne Fäden verwebt. Manch ein Faden ist dunkel und scheint für sich genommen hässlich. Doch im fertigen Gewebe, das Gott vor Augen hat, hat jeder seinen Platz und Sinn. Wir sehen meist nur die Rückseite des Teppichs; Gott aber sieht das vollendete Bild.

Wichtig ist die Zusage an wen sie gerichtet ist: an „die, die Gott lieben“. Es ist ein Versprechen für die, die ihr Leben in Gottes Hand wissen. Nicht jedes beliebige Schicksal wird automatisch gut, aber wer Gott vertraut, darf wissen: Mein Vater verschwendet nichts. Selbst meine Tränen sind bei ihm aufgehoben.

Vielleicht stehst du heute vor etwas, das du nicht verstehst. Du musst es nicht schönreden. Aber du darfst es Gott anvertrauen – im Vertrauen, dass er auch diesen Faden in etwas Gutes verweben kann.

Gebet

Herr, ich verstehe vieles nicht. Hilf mir, dir zu vertrauen, dass du auch aus dem Schweren noch Gutes wirken kannst. Ich lege mein Leben und meine Fragen in deine guten Hände. Amen.

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