Orte im Bibellexikon

Babylon

Stadt des Exils

Babylon ist die Weltmacht, die Jerusalem zerstörte und Juda ins Exil führte – in der Bibel auch Sinnbild gottfeindlicher Macht.

Babylon am Euphrat war die Hauptstadt des babylonischen Reiches. Schon der Turmbau zu Babel (1. Mose 11) verbindet sich mit dem Ort menschlichen Hochmuts.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. zerstörte König Nebukadnezar Jerusalem samt Tempel und führte Juda in die babylonische Gefangenschaft. Dort dienten Daniel und seine Freunde; dort sang das Volk: „An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten" (Psalm 137,1).

Im Buch der Offenbarung wird „Babylon" zum Sinnbild der gottfeindlichen Weltmacht, über die Gottes Gericht ergeht. Die Heimkehr aus Babylon zeigt aber auch Gottes Treue, sein Volk nicht zu vergessen.

Schlüsselverse

An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten.

Psalmen 137,1

Im dritten Jahr des Reiches Jojakims, des Königs in Juda, kam Nebukadnezar, der König zu Babel, vor Jerusalem und belagerte es.

Daniel 1,1
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