Begriffe im Bibellexikon
Sühne
theologischer Grundbegriff
Sühne ist das Bedecken und Wegnehmen der Schuld, durch das die zerstörte Beziehung zu Gott wiederhergestellt wird – vollbracht im Opfer Christi.
Sühne meint, dass Schuld „bedeckt", weggenommen und so der Zorn Gottes über die Sünde gestillt wird. Im Alten Testament geschah dies sinnbildlich durch Opfer, besonders am großen Versöhnungstag (3. Mose 16).
Diese Opfer konnten Sünde jedoch nicht endgültig wegnehmen; sie wiesen voraus auf das eine vollkommene Opfer. Jesus Christus „ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,2).
Am Kreuz brachte er sich selbst als Sühnopfer dar. So ist die Schuld wirklich getilgt, nicht nur zugedeckt. Wer das glaubt, hat Frieden mit Gott, denn die Strafe lag auf Christus.
Schlüsselverse
welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld;
Römer 3,25
Und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren sondern auch für die der ganzen Welt.
1. Johannes 2,2