Baptisten / Evangelisch-Freikirchlich in Deutschland

Freikirchen in der Tradition der Glaubenstaufe – in Deutschland überwiegend im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG).

Baptistische Gemeinden gehören zu den ältesten und weltweit größten freikirchlichen Bewegungen. Ihr Name leitet sich von der Glaubenstaufe ab (griechisch „baptizein", taufen): Getauft wird, wer persönlich zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist und dies bekennt – in der Regel durch Untertauchen. Die Säuglingstaufe wird daher nicht praktiziert.

Die Bewegung entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts im englischen Separatismus; in Deutschland gilt Johann Gerhard Oncken, der 1834 in Hamburg getauft wurde, als Vater des deutschen Baptismus. Sein Leitwort „Jeder Baptist ein Missionar" prägt das Selbstverständnis bis heute. Die meisten deutschen Baptistengemeinden sind im „Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden" (BEFG) zusammengeschlossen, dem auch Brüdergemeinden angehören.

Theologisch betonen Baptisten die Autorität der Heiligen Schrift, die persönliche Glaubensentscheidung, das allgemeine Priestertum aller Gläubigen sowie die Eigenständigkeit der Ortsgemeinde. Kennzeichnend ist zudem das Eintreten für Gewissens- und Religionsfreiheit und die Trennung von Kirche und Staat.

Im Gottesdienst stehen Verkündigung, Gebet, Gesang und das Abendmahl im Mittelpunkt. Das Gemeindeleben ist von ehrenamtlichem Engagement, Hauskreisen, Jugend- und Diakoniearbeit geprägt.

693 Gemeinden dieser Art im Verzeichnis.

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