Glaube & Leben

Was tut man bei Glaubenszweifeln?

Zweifel sind kein Beweis von Unglauben – viele Glaubende der Bibel kannten sie. Wichtig ist, ehrlich mit den Fragen zu Gott zu kommen, sich auf sein Wort und die Gemeinschaft zu stützen und nicht aufzugeben.

Zweifel gehören zur Glaubensreise vieler Menschen – auch großer Glaubensvorbilder. Johannes der Täufer fragte im Gefängnis, ob Jesus wirklich der Messias sei (Matthäus 11,2-3). Der Vater eines kranken Jungen rief: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!" (Markus 9,24). Gott verachtet solche ehrlichen Rufe nicht.

Ein gesunder Umgang

Wichtig ist, mit den Zweifeln nicht von Gott weg-, sondern zu ihm hinzulaufen. Bringe deine Fragen ehrlich vor ihn (Psalmen 13,2-3). Jesus begegnete dem zweifelnden Thomas nicht mit Vorwurf, sondern mit Geduld und Beweis (Johannes 20,27). Der Brief des Judas ruft dazu auf: "Erbarmt euch derer, die zweifeln" (Judas 1,22).

Hilfreich sind: das Wort Gottes, denn "der Glaube kommt aus der Predigt" (Römer 10,17); das Gebet um Stärkung; und die Gemeinschaft mit anderen Glaubenden, die einen tragen (Hebräer 10,24-25). Zweifel verlieren oft ihre Macht, wenn man sie ausspricht und nicht allein bleibt.

Und schließlich: Glaube ruht nicht auf eigenen Gefühlen, sondern auf der Treue Gottes. "Sind wir untreu, so bleibt er doch treu" (2. Timotheus 2,13). Wer ihn sucht, wird ihn finden (Jeremia 29,13). Zweifel dürfen ein Anstoß werden, tiefer zu graben – und führen so oft zu festerem Glauben.

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