Glaube & Leben
Was sind die Zehn Gebote und gelten sie heute?
Die Zehn Gebote sind Gottes grundlegende Weisungen für das Leben mit ihm und den Mitmenschen. Sie offenbaren Gottes Willen und unsere Schuld; Jesus fasste sie in der Liebe zu Gott und zum Nächsten zusammen.
Die Zehn Gebote gab Gott seinem Volk am Berg Sinai (2. Mose 20,1-17). Sie sind keine willkürlichen Regeln, sondern Ausdruck von Gottes Wesen und seinem Willen für ein gelingendes Leben – in Beziehung zu ihm und zu den Mitmenschen.
Zwei Tafeln, ein Ziel
Die ersten Gebote betreffen die Beziehung zu Gott: keine anderen Götter, keine Bilder, seinen Namen nicht missbrauchen, den Ruhetag heiligen. Die weiteren betreffen das Miteinander: Eltern ehren, nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht lügen, nicht begehren. Jesus fasste beide Tafeln zusammen in der Liebe zu Gott und zum Nächsten (Matthäus 22,37-40): "In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz."
Gelten sie heute? Die Gebote offenbaren bleibend Gottes Maßstab und decken zugleich unsere Schuld auf: "Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde" (Römer 3,20). Sie zeigen, dass wir einen Retter brauchen, denn niemand hält sie vollkommen.
Für den Glaubenden sind die Gebote nicht der Weg zum Heil – das ist allein Christus –, aber sie bleiben ein Wegweiser für ein Leben, das Gott gefällt. Aus Dankbarkeit, nicht aus Zwang, sagt der Glaubende mit dem Psalmisten: "Ich habe Lust zu deinem Gesetz" (Psalmen 119,77). Die Liebe erfüllt das Gesetz (Römer 13,10).