Gemeinde & Praxis
Was ist das Abendmahl?
Das Abendmahl ist die von Jesus eingesetzte Feier mit Brot und Kelch, die an seinen Tod erinnert. Glaubende gedenken seines Opfers, haben Gemeinschaft mit ihm und blicken auf seine Wiederkunft.
In der Nacht vor seinem Tod setzte Jesus das Abendmahl ein. Er nahm Brot und Kelch und sprach: "Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird" und "Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut" (Lukas 22,19-20). Seither feiern Christen dieses Mahl zum Gedächtnis an ihn.
Vier Blickrichtungen
Das Abendmahl schaut zurück auf das Kreuz: "Solches tut zu meinem Gedächtnis" (1. Korinther 11,24). Es blickt nach oben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Herrn (1. Korinther 10,16). Es blickt um sich, denn die vielen sind ein Leib (1. Korinther 10,17). Und es blickt nach vorn: Wir verkündigen "des Herrn Tod, bis dass er kommt" (1. Korinther 11,26).
Paulus ruft dazu auf, das Abendmahl würdig und nach Selbstprüfung zu feiern (1. Korinther 11,28). Es ist kein leeres Ritual, sondern eine kostbare Begegnung: Wir nehmen Brot und Kelch im Glauben und erinnern uns dankbar, dass Christus sein Leben für uns gab.
So stärkt das Abendmahl den Glauben und die Gemeinschaft. Es predigt das Evangelium in sichtbarer Form und richtet die Hoffnung auf den Tag aus, an dem wir mit dem Herrn am Tisch sitzen werden (vgl. Offenbarung 19,9).