Im achten Monat des zweiten Jahres des Königs Darius geschah das Wort des HERR zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten, und sprach:
Worum es geht
Sacharja, ein Zeitgenosse Haggais, ermutigt das aus dem Exil zurückgekehrte Volk zum Wiederaufbau des Tempels. Durch acht nächtliche Visionen schenkt ihm Gott Trost und Hoffnung für die schwache, kleine Gemeinde.
Das Buch ist reich an messianischen Verheißungen: der demütige König auf dem Esel (Sacharja 9,9), der durchbohrte Hirte (Sacharja 12,10), der geschlagene Hirte und die zerstreuten Schafe (Sacharja 13,7). Es schaut weit voraus auf das Kommen des Messias.
Sacharja wirkte ab 520 v. Chr. in der persischen Zeit. Theologisch verbindet das Buch konkrete Ermutigung zum Bau mit großer endzeitlicher Hoffnung: Gott vollendet sein Werk – „nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist" (Sacharja 4,6).
Kaum ein Prophet weist so detailliert auf Christus. Sein Einzug in Jerusalem und seine Durchbohrung erfüllen Sacharjas Worte. Für uns heute ermutigt das Buch, Gott zu vertrauen, der durch seinen Geist Großes wirkt.
- Verfasser
- Sacharja
- Entstehung
- ca. 520–480 v. Chr.
- Leitthema
- Trost und Ermutigung für das wiederkehrende Volk – und klare Verheißungen auf den Messias.
Der Aufbau des Buches
-
Kap. 1–6
Acht nächtliche Visionen
-
Kap. 7–8
Aufruf zu Recht und Verheißung des Heils
-
Kap. 9–11
Der kommende König und Hirte
-
Kap. 12–14
Endzeit und Herrschaft des HERRN
Worte, die alles tragen
Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN von Serubabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin.
Aber über das Haus David und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; und sie werden mich ansehen, welchen sie zerstochen haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um ein erstes Kind.