Zu der Zeit, da die Richter regierten, ward eine Teuerung im Lande. Und ein Mann von Bethlehem-Juda zog wallen in der Moabiter Land mit seinem Weibe und seinen zwei Söhnen.
Worum es geht
Das Buch Rut spielt „zur Zeit der Richter" und erzählt eine bewegende Familiengeschichte. Die Moabiterin Rut bleibt nach dem Tod ihres Mannes ihrer Schwiegermutter Noomi treu: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen" (Rut 1,16). Sie kehrt mit ihr nach Bethlehem zurück.
Dort begegnet Rut dem ehrbaren Boas, der als „Löser" (Erlöser) die Familie wiederherstellt und Rut heiratet. Aus dieser Verbindung geht eine Linie hervor, die zu König David führt.
Der Verfasser ist unbekannt (Tradition: Samuel); das Buch gehört in die frühe Königszeit. Theologisch leuchtet Gottes verborgene Fürsorge auf: Hinter scheinbaren Zufällen steht seine liebevolle Leitung, und seine Gnade gilt auch den Fremden.
Boas als Löser ist ein leuchtendes Vorbild auf Christus, unseren Erlöser. Rut, die Heidin, wird zur Ahnin Jesu (Matthäus 1,5) – ein Hinweis, dass das Heil allen Völkern gilt. Für uns heute ermutigt Rut zu Treue, Hingabe und Vertrauen auf Gottes stille Führung.
- Verfasser
- unbekannt (traditionell Samuel)
- Entstehung
- ca. 1000 v. Chr.
- Leitthema
- Gottes treue Fürsorge im Verborgenen und die Aufnahme einer Heidin in Gottes Volk.
Der Aufbau des Buches
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Kap. 1
Ruts Treue und Rückkehr nach Bethlehem
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Kap. 2
Rut auf dem Feld des Boas
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Kap. 3
Rut sucht den Schutz des Lösers
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Kap. 4
Boas löst aus
die Linie Davids
Worte, die alles tragen
Ruth antwortete: Rede mir nicht ein, daß ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Der HERR vergelte dir deine Tat, und dein Lohn müsse vollkommen sein bei dem HERRN, dem Gott Israels, zu welchem du gekommen bist, daß du unter seinen Flügeln Zuversicht hättest.
Da sprachen die Weiber zu Naemi: Gelobt sei der HERR, der dir nicht hat lassen abgehen einen Erben zu dieser Zeit, daß sein Name in Israel bliebe.