Neues Testament · Briefe

Philemon

Ad Philemonem

1Kapitel
25Verse
um 60–62 n. Chr.Entstehung
Paulus, der Gebundene Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, Philemon, dem Lieben und unserm Gehilfen,
Philemon 1,1
Überblick

Worum es geht

Der Philemonbrief ist der kürzeste Brief des Paulus und ein bewegendes Beispiel gelebter Versöhnung. Paulus schreibt an Philemon, einen wohlhabenden Christen, wegen dessen entlaufenem Sklaven Onesimus, der durch Paulus zum Glauben gekommen ist.

Paulus bittet Philemon, Onesimus nicht als Sklaven zu bestrafen, sondern ihn als geliebten Bruder aufzunehmen. Er bietet sogar an, eventuelle Schulden selbst zu begleichen: „Rechne es mir an" (Philemon 18).

Paulus schrieb den Brief um 60–62 n. Chr. aus der Gefangenschaft. Theologisch zeigt er, wie das Evangelium soziale Beziehungen von innen heraus verwandelt: In Christus werden aus Herr und Sklave Brüder.

Paulus' Fürbitte und sein Angebot, für Onesimus einzustehen, sind ein schönes Bild für das Werk Christi, der unsere Schuld auf sich nahm. Für uns heute lehrt der Brief Vergebung, Versöhnung und die verändernde Kraft der Liebe in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Verfasser
Paulus
Entstehung
um 60–62 n. Chr.
Leitthema
Das Evangelium verändert Beziehungen – Vergebung und Versöhnung statt Schuld.
Gliederung

Der Aufbau des Buches

  1. V. 1–7

    Dank und Lob für Philemons Glauben

  2. V. 8–16

    Bitte für Onesimus

  3. V. 17–25

    Aufnahme als Bruder

Schlüsselverse

Worte, die alles tragen

nun nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, als einen lieben Bruder, sonderlich mir, wie viel mehr aber dir, beides, nach dem Fleisch und in dem HERRN.
Philemon 1,16
So er aber dir etwas Schaden getan hat oder schuldig ist, das rechne mir zu.
Philemon 1,18
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