Dies ist das Gesicht Obadjas. So spricht der Herr, HERR von Edom: Wir haben vom HERRN gehört, daß eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: Wohlauf, und laßt uns wider sie streiten.
Worum es geht
Obadja ist das kürzeste Buch des Alten Testaments. Es richtet sich gegen Edom, den Nachbarn und Bruderstaat Israels (Nachkommen Esaus), der sich am Fall Jerusalems schadenfroh beteiligte und die Flüchtlinge verriet.
Gott kündigt das Gericht über Edoms Hochmut an: „Die Vermessenheit deines Herzens hat dich betrogen" (Obadja 3). Wer sich über das Unglück anderer freut und sich selbst überhebt, wird selbst erniedrigt werden.
Obadjas Wort gehört wohl in die Zeit nach dem Fall Jerusalems um 586 v. Chr. Theologisch zeigt das Buch Gottes Gerechtigkeit: Er sieht jedes Unrecht und richtet den Stolz, während er die Demütigen aufrichtet.
Das Buch schließt mit der Hoffnung, dass „das Königreich des HERRN" sein wird (Obadja 21) – erfüllt in der Herrschaft Christi. Für uns heute warnt Obadja vor Hochmut und Schadenfreude und tröstet: Gott schafft seinem Volk Recht.
- Verfasser
- Obadja
- Entstehung
- ca. 586 v. Chr.
- Leitthema
- Gericht über Edoms Hochmut – Gott richtet alle Stolzen und rettet sein Volk.
Der Aufbau des Buches
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V. 1–9
Gericht über Edoms Stolz
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V. 10–14
Edoms Schuld an Jerusalem
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V. 15–21
Der Tag des HERRN und das Reich Gottes
Worte, die alles tragen
Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen, weil du in der Felsen Klüften wohnst, in deinen hohen Schlössern, und sprichst in deinem Herzen: Wer will mich zu Boden stoßen?
Denn der Tag des HERRN ist nahe über alle Heiden. Wie du getan hast, soll dir wieder geschehen; und wie du verdient hast, so soll dir's wieder auf deinen Kopf kommen.