Dies ist das Wort des HERRN, welches geschah zu Micha von Moreseth zur Zeit des Jotham, Ahas und Hiskia, der Könige Juda's, das er gesehen hat über Samaria und Jerusalem.
Worum es geht
Micha, ein Zeitgenosse Jesajas, prangert die Ungerechtigkeit der Mächtigen in Israel und Juda an: Korruption, Ausbeutung der Armen und Heuchelei der Führer. Er kündigt Gottes Gericht an, ruft aber auch zur Umkehr.
Berühmt ist seine Zusammenfassung dessen, was Gott vom Menschen erwartet: „Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott" (Micha 6,8). Wahre Frömmigkeit zeigt sich nicht in Opfern, sondern in Gerechtigkeit und Demut.
Micha wirkte im 8. Jahrhundert v. Chr. Theologisch verbindet das Buch Gerichtsernst mit großer Heilshoffnung. Inmitten der Anklage strahlt die Verheißung eines kommenden Herrschers auf.
Micha weissagt, dass aus Bethlehem der Herrscher Israels hervorgehen wird (Micha 5,1) – die Geburt Jesu. Für uns heute fasst Micha das Wesentliche des Glaubens zusammen: Recht tun, Barmherzigkeit lieben und demütig mit Gott gehen.
- Verfasser
- Micha
- Entstehung
- ca. 735–700 v. Chr.
- Leitthema
- Gott fordert Recht, Liebe und Demut – und verheißt den Herrscher aus Bethlehem.
Der Aufbau des Buches
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Kap. 1–2
Gericht über Samaria und Juda
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Kap. 3–5
Anklage der Führer und der Herrscher aus Bethlehem
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Kap. 6–7
Gottes Rechtsstreit und Hoffnung
Worte, die alles tragen
Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir kommen, der in Israel HERR sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erläßt die Missetat den übrigen seines Erbteils, der seinen Zorn nicht ewiglich behält! denn er ist barmherzig.