Wie liegt die Stadt so wüst, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Heiden; und die eine Königin in den Ländern war, muß nun dienen.
Worum es geht
Die Klagelieder sind fünf kunstvolle Trauergedichte über die Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch Babylon im Jahr 586 v. Chr. Sie geben dem unfassbaren Schmerz und der Verzweiflung des Volkes Worte.
Doch mitten in der tiefsten Klage steht ein leuchtendes Bekenntnis der Hoffnung: „Die Güte des HERRN ist es, dass wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu" (Klagelieder 3,22-23).
Jeremia gilt traditionell als Verfasser; das Buch entstand unmittelbar nach dem Fall Jerusalems. Theologisch lehrt es, das Leid ehrlich vor Gott zu bringen, die eigene Schuld anzuerkennen und dennoch auf Gottes Treue zu hoffen.
Die Klage über die Stadt weist auf den, der über Jerusalem weinte – Christus – und der alle Tränen abwischen wird. Für uns heute zeigen die Klagelieder, dass Trauer und Hoffnung zusammengehören dürfen und dass Gottes Barmherzigkeit nie endet.
- Verfasser
- Jeremia (traditionell)
- Entstehung
- ca. 586 v. Chr.
- Leitthema
- Trauer über das zerstörte Jerusalem – und Hoffnung auf Gottes unvergängliche Barmherzigkeit.
Der Aufbau des Buches
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Kap. 1
Die verlassene Stadt
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Kap. 2
Gottes Zorn über Zion
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Kap. 3
Klage und Hoffnung
neue Barmherzigkeit
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Kap. 4
Das Elend der Belagerung
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Kap. 5
Gebet um Wiederherstellung
Worte, die alles tragen
Die Güte des HERRN ist's, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
Bringe uns, HERR, wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen; erneuere unsre Tage wie vor alters!