Altes Testament · Prophetie

Jeremia

Ieremias

52Kapitel
1.364Verse
ca. 627–580 v. Chr.Entstehung
Dies sind die Reden Jeremia's, des Sohnes Hilkias, aus den Priestern zu Anathoth im Lande Benjamin,
Jeremia 1,1
Überblick

Worum es geht

Jeremia, der „weinende Prophet", verkündete über vierzig Jahre lang dem abtrünnigen Juda das nahende Gericht. Trotz Spott, Verfolgung und Einsamkeit blieb er Gott und seinem Auftrag treu, auch als Jerusalem fiel.

Das Buch klagt über den Bundesbruch des Volkes: Götzendienst, Ungerechtigkeit und falsches Vertrauen auf den Tempel. Jeremia ruft zur Umkehr, doch das Volk verstockt sich. Inmitten des Gerichts leuchtet jedoch eine große Verheißung auf: Gott wird einen neuen Bund schließen, der das Gesetz ins Herz schreibt (Jeremia 31).

Jeremia wirkte im 7./6. Jahrhundert v. Chr. bis zum Fall Jerusalems. Theologisch zeigt das Buch den Ernst der Sünde, die Treue eines Dieners Gottes und die Gnade, die selbst im Gericht einen neuen Anfang verheißt.

Der neue Bund erfüllt sich in Christus, der ihn mit seinem Blut gestiftet hat. Für uns heute ermutigt Jeremia, in Treue zu Gott zu stehen, auch wenn die Botschaft unbeliebt ist, und auf Gottes erneuernde Gnade zu hoffen.

Verfasser
Jeremia
Entstehung
ca. 627–580 v. Chr.
Leitthema
Treue Verkündigung trotz Ablehnung – Gericht über Juda und die Hoffnung auf den neuen Bund.
Gliederung

Der Aufbau des Buches

  1. Kap. 1

    Jeremias Berufung

  2. Kap. 2–25

    Gerichtsworte gegen Juda

  3. Kap. 26–29

    Konflikte und falsche Propheten

  4. Kap. 30–33

    Trostbuch und der neue Bund

  5. Kap. 34–52

    Fall Jerusalems und Worte an die Völker

Schlüsselverse

Worte, die alles tragen

Ich kannte dich, ehe denn ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest, und stellte dich zum Propheten unter die Völker.
Jeremia 1,5
Es ist das Herz ein trotzig und verzagtes Ding; wer kann es ergründen?
Jeremia 17,9
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
Jeremia 29,11
sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein;
Jeremia 31,33
Lesen

Alle Kapitel 1–52

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