Das Hohelied Salomos.
Worum es geht
Das Hohelied (Lied der Lieder) ist ein Liebesgedicht, das die innige Liebe zwischen Braut und Bräutigam besingt. In bildreicher, poetischer Sprache feiert es die Schönheit, Sehnsucht und Treue der ehelichen Liebe als gute Gabe Gottes.
Das Buch nimmt die Leidenschaft und Zärtlichkeit zwischen Mann und Frau ernst und ehrt sie als rein und kostbar. Es zeigt, dass auch Liebe und Sexualität zum Schöpfungslob gehören, wenn sie im rechten Rahmen gelebt werden.
Salomo gilt traditionell als Verfasser; das Buch zählt zur Poesie. Theologisch bezeugt es Gottes guten Willen für die Liebe – „stark wie der Tod ist die Liebe" (Hohelied 8,6).
In der christlichen Tradition wird das Hohelied auch als Bild für die Liebe Christi zu seiner Gemeinde gelesen, die er als Bräutigam zu sich zieht. Für uns heute würdigt es die Ehe und erinnert an die treue, hingebende Liebe, zu der Gott uns beruft.
- Verfasser
- Salomo (traditionell)
- Entstehung
- ca. 950 v. Chr.
- Leitthema
- Ein Loblied auf die reine, treue Liebe zwischen Mann und Frau als Gottes gute Gabe.
Der Aufbau des Buches
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Kap. 1–2
Sehnsucht und gegenseitiges Lob
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Kap. 3–5
Suchen, Finden und Hochzeit
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Kap. 6–7
Schönheit und Vereinigung
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Kap. 8
Die Macht der Liebe
Worte, die alles tragen
Er führt mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Panier über mir.
Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN,
daß auch viele Wasser nicht mögen die Liebe auslöschen noch die Ströme sie ertränken. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so gölte es alles nichts.