Im dreißigsten Jahr, am fünften Tage des vierten Monats, da ich war unter den Gefangenen am Wasser Chebar, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte.
Worum es geht
Hesekiel wirkte als Prophet unter den ins Exil weggeführten Juden in Babylon. In gewaltigen Visionen schaut er die Herrlichkeit Gottes und verkündet sowohl das Gericht über Jerusalem als auch die kommende Wiederherstellung.
Vor dem Fall Jerusalems kündigt er das Gericht an; danach tröstet er das Volk mit Verheißungen der Erneuerung. Berühmt ist die Vision vom Tal der verdorrten Gebeine (Hesekiel 37): Gott haucht dem toten Volk neues Leben ein.
Hesekiel, ein Priester, wirkte im 6. Jahrhundert v. Chr. Theologisch betont das Buch die Heiligkeit und Souveränität Gottes – wieder und wieder kehrt der Satz „damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin". Gott verheißt ein neues Herz und seinen Geist (Hesekiel 36,26).
Die Verheißung des guten Hirten (Hesekiel 34) erfüllt sich in Christus, dem guten Hirten. Für uns heute zeigt Hesekiel, dass nur Gott wahre innere Erneuerung schenken kann – das neue Herz, das im Neuen Bund Wirklichkeit wird.
- Verfasser
- Hesekiel
- Entstehung
- ca. 593–570 v. Chr.
- Leitthema
- Gottes Herrlichkeit, Gericht und Erneuerung – Gott schenkt ein neues Herz.
Der Aufbau des Buches
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Kap. 1–3
Berufung und Vision der Herrlichkeit Gottes
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Kap. 4–24
Gericht über Jerusalem
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Kap. 25–32
Gericht über die Völker
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Kap. 33–39
Wiederherstellung und neues Leben
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Kap. 40–48
Vision des neuen Tempels
Worte, die alles tragen
Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr, HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.
Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;
So spricht der Herr, HERR von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, daß ihr sollt lebendig werden.