Altes Testament · Prophetie

Haggai

Aggaeus

2Kapitel
38Verse
um 520 v. Chr.Entstehung
Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tage des Monats, geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Fürsten Juda's, und zu Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach:
Haggai 1,1
Überblick

Worum es geht

Haggai tritt nach der Rückkehr aus dem Exil auf, als der Wiederaufbau des Tempels seit Jahren stockt. Die Menschen sorgen für ihre eigenen Häuser, während das Haus Gottes verwüstet liegt. Haggai ruft sie zur Umkehr der Prioritäten.

Seine Botschaft ist klar: „Bedenkt doch, wie es euch geht!" (Haggai 1,7). Wer Gott vernachlässigt, dem fehlt der Segen. Auf Haggais Wort hin nehmen Serubbabel und das Volk den Bau wieder auf, und Gott ermutigt sie mit seiner Gegenwart.

Haggai wirkte um 520 v. Chr. in der persischen Zeit. Theologisch lehrt das Buch, Gott die erste Stelle einzuräumen. Geistliche Vernachlässigung führt zu Leere, treuer Gehorsam zu Segen.

Gott verheißt, dass die Herrlichkeit des neuen Tempels größer sein wird als die des ersten (Haggai 2,9) – erfüllt, als Christus selbst den Tempel betrat. Für uns heute fragt Haggai: Was hat in unserem Leben den ersten Platz?

Verfasser
Haggai
Entstehung
um 520 v. Chr.
Leitthema
Stellt Gott an die erste Stelle – der Aufruf, den Tempel und die Anbetung neu zu priorisieren.
Gliederung

Der Aufbau des Buches

  1. Kap. 1

    Aufruf zum Wiederaufbau des Tempels

  2. Kap. 2,1–9

    Verheißung größerer Herrlichkeit

  3. Kap. 2,10–23

    Segen und Zusage an Serubbabel

Schlüsselverse

Worte, die alles tragen

So spricht der HERR Zebaoth: Schauet, wie es euch geht!
Haggai 1,7
Es soll die Herrlichkeit dieses letzten Hauses größer werden, denn des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an diesem Ort, spricht der HERR Zebaoth.
Haggai 2,9
Lesen

Alle Kapitel 1–2

1 2

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