Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht durch Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat von den Toten),
Worum es geht
Der Galaterbrief ist Paulus' leidenschaftliche Verteidigung des Evangeliums. In den galatischen Gemeinden lehrten Irrlehrer, dass man zusätzlich zum Glauben das jüdische Gesetz halten müsse, um gerettet zu werden. Paulus widerspricht entschieden.
Sein Kernsatz: Der Mensch wird allein durch den Glauben an Christus gerechtfertigt, nicht durch Werke des Gesetzes (Galater 2,16). Wer am Gesetz festhält, fällt aus der Gnade. Christus hat uns zur Freiheit befreit.
Paulus schrieb den Brief früh, um 48–55 n. Chr. Theologisch ist er eine kraftvolle Verteidigung der Rechtfertigung aus Glauben und der christlichen Freiheit. Diese Freiheit ist jedoch kein Freibrief, sondern führt zum Leben im Geist und zur Liebe.
Christus hat sich für uns hingegeben und uns vom Fluch des Gesetzes losgekauft. Die „Frucht des Geistes" (Galater 5,22) – Liebe, Freude, Friede – kennzeichnet das neue Leben. Für uns heute ruft Galater zur Freiheit in Christus, ohne in Gesetzlichkeit zurückzufallen.
- Verfasser
- Paulus
- Entstehung
- um 48–55 n. Chr.
- Leitthema
- Freiheit allein durch das Evangelium – nicht durch das Gesetz, sondern aus Gnade und Glauben.
Der Aufbau des Buches
-
Kap. 1–2
Verteidigung des einen Evangeliums
-
Kap. 3–4
Rechtfertigung aus Glauben, nicht Gesetz
-
Kap. 5–6
Leben in Freiheit und im Geist
Worte, die alles tragen
Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben.
So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen.
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.