Nachfolge

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes

„Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“
Matthäus 6,33 · Lutherbibel 1912

„Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“ Mit diesem Satz beendet Jesus einen längeren Abschnitt der Bergpredigt über das Sorgen. Er hat von den Vögeln gesprochen, die nicht säen, und von den Lilien, die nicht spinnen – und doch versorgt der himmlische Vater sie alle.

Die Frage, die hinter diesem Vers steht, ist eine Prioritätenfrage: Was steht an erster Stelle in deinem Leben? Worum drehen sich deine Gedanken, wenn du morgens aufwachst? Die meisten von uns trachten zuerst nach Sicherheit, nach Erfolg, nach Anerkennung – und hoffen, dass für Gott noch etwas Zeit übrig bleibt.

Jesus dreht diese Reihenfolge um. Setze Gottes Reich an die erste Stelle, sagt er, und vertraue darauf, dass dein Vater sich um das Übrige kümmert. Das ist kein Aufruf zur Verantwortungslosigkeit, sondern eine Einladung zum Vertrauen. Wer Gott zuerst sucht, muss sich nicht zerreißen vor Sorge um den Rest.

„Nach seiner Gerechtigkeit trachten“ heißt: so leben wollen, wie es Gott gefällt – ehrlich, barmherzig, treu. Es ist die tägliche Ausrichtung des Herzens auf ihn. Und die Verheißung lautet: „so wird euch solches alles zufallen.“ Nicht alles, was wir uns wünschen, aber alles, was wir wirklich brauchen.

Wie sähe dein heutiger Tag aus, wenn du Gott wirklich an die erste Stelle setzt – noch vor der To-do-Liste, noch vor den Sorgen? Probier es aus. Beginne den Tag mit ihm, und vertraue, dass er den Rest in der Hand hält.

Gebet

Herr, so oft kommst du bei mir erst an zweiter oder dritter Stelle. Hilf mir, zuerst nach dir und deinem Reich zu trachten. Befreie mich von der Sorge und lehre mich, dir zu vertrauen, dass du für mich sorgst. Amen.

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