Trost & Hoffnung

Süßigkeit aus dem Starken: Gott wendet das Bittere

„Er sprach zu ihnen: Speise ging von dem Fresser und Süßigkeit von dem Starken. Und sie konnten in drei Tagen das Rätsel nicht erraten.“
Richter 14,14 · Lutherbibel 1912

Simson hatte einen Löwen zerrissen, und als er später zurückkam, hatten Bienen im Aas einen Bau gebaut. Daraus formte er sein Rätsel: „Speise ging von dem Fresser und Süßigkeit von dem Starken" (Richter 14,14). Aus dem, was Tod und Bedrohung war, kam etwas Süßes.

Simson selbst war ein zwiespältiger Mann, und der Zusammenhang ist nicht erbaulich. Doch das Bild trägt eine Wahrheit, die durch die ganze Schrift leuchtet: Gott kann aus dem Bedrohlichen Süßes hervorbringen. Was uns einst „fressen" wollte, kann zur Quelle von Segen werden.

Denke an Josef, der zu seinen Brüdern sagte: „Ihr gedachtet es böse, aber Gott gedachte es gut" (1. Mose 50,20). Oder an das Kreuz – das grausamste Werkzeug wurde zur Quelle des Lebens. Welcher „tote Löwe" liegt in deinem Lebensweg? Vertraue, dass Gott auch daraus noch Honig schaffen kann.

Gebet

Herr, du wandelst das Bittere in Süßes. Ich bringe dir, was mich bedroht und verletzt hat, und vertraue, dass du auch daraus Gutes hervorbringst. Amen.

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