Sei getrost und unverzagt – Mut für neue Wege
„Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und freudig seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“Josua 1,9 · Lutherbibel 1912
„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und freudig seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ Diese Worte sprach Gott zu Josua, als dieser die schier unmögliche Aufgabe übernahm, das Volk Israel nach dem Tod des Mose ins verheißene Land zu führen.
Josua hatte allen Grund zur Furcht. Er trat in große Fußstapfen, ein ganzes Volk hing an seinen Entscheidungen, und vor ihm lag ein Land voller Widerstände. Dreimal wiederholt Gott in diesem Kapitel die Aufforderung „Sei getrost und unverzagt“ – ein Zeichen, wie sehr Mut gerade dann gebraucht wird, wenn die Aufgabe größer ist als wir selbst.
Doch das Entscheidende ist die Begründung. Gott sagt nicht: „Sei mutig, du schaffst das schon.“ Er sagt: „denn der Herr, dein Gott, ist mit dir.“ Der Mut des Glaubens speist sich nicht aus dem Vertrauen in die eigene Stärke, sondern aus der Gewissheit der Gegenwart Gottes.
Vielleicht stehst auch du an einer Schwelle: ein neuer Lebensabschnitt, eine schwere Entscheidung, ein Schritt ins Ungewisse. Die Angst flüstert dir alle Gründe zu, warum es schiefgehen könnte. Gott aber flüstert lauter: „Ich bin mit dir, wo du auch hingehst.“
Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht, sondern das Wissen, dass Gott größer ist als unsere Furcht. Geh den Schritt – nicht allein, sondern in seiner Begleitung.
Herr, vor mir liegt Unbekanntes und ich spüre meine Furcht. Danke, dass du zusagst, mit mir zu gehen. Mach mich getrost und unverzagt, weil du an meiner Seite bist. Amen.