Herr und Christus: Das Herzstück der ersten Predigt
„So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat.“Apostelgeschichte 2,36 · Lutherbibel 1912
Am Pfingsttag steht Petrus auf und führt seine Predigt zu einem klaren Höhepunkt: „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat." Zwei Worte tragen alles: Herr und Christus.
„Christus" heißt: der von Gott gesalbte, lang erwartete König und Erlöser. „Herr" ist im griechischen Alten Testament der Gottesname selbst. Petrus sagt damit nicht weniger, als dass dieser Jesus von Nazareth göttliche Hoheit hat. Und er stellt es bewusst in scharfen Gegensatz: „den ihr gekreuzigt habt" – aber „Gott hat ihn gemacht". Menschliche Schuld und göttliche Erhöhung stehen unmittelbar nebeneinander.
Die Wirkung war gewaltig: Es ging den Zuhörern „durchs Herz", und sie fragten, was sie tun sollten. Genau das tut die schlichte, klare Botschaft bis heute. Ist Jesus auch dein „Herr" – nicht nur ein Helfer für schwierige Tage, sondern der, der über dein Leben verfügen darf? Wer ihn so erkennt, kann nicht unberührt bleiben.
Herr Jesus, du bist Herr und Christus. Regiere über mein Leben, nicht nur am Rand, sondern im Mittelpunkt. Amen.