Anbetung

Mit Gold überzogen: Wenn das Beste gerade gut genug ist

„Und überzog das Haus, die Balken und die Schwellen samt seinen Wänden und Türen mit Gold und ließ Cherubim schnitzen an die Wände.“
2. Chronik 3,7 · Lutherbibel 1912

Beim Bau des Tempels überzog Salomo „das Haus, die Balken und die Schwellen samt seinen Wänden und Türen mit Gold und ließ Cherubim schnitzen an die Wände" (2. Chronik 3,7). Selbst die Balken – Teile, die kaum jemand sieht – wurden vergoldet. Hier zählt nicht das Nötige, sondern das Beste.

Man könnte das für Verschwendung halten. Wozu Gold an Stellen, die im Verborgenen liegen? Doch genau darin zeigt sich die Logik der Anbetung: Liebe rechnet nicht knapp. Wo Menschen Gott wirklich verehren, geben sie nicht den Rest, sondern das Erste und Beste – auch dort, wo es keiner bemerkt.

Diese „heilige Verschwendung" begegnet uns wieder, als eine Frau in Markus 14 ein kostbares Salböl über Jesus ausgießt und manche von Verschwendung reden. Jesus aber nimmt es als Liebestat an. Frag dich: Gebe ich Gott meine Reste – die müde Viertelstunde am Abend, das übrige Geld, die halbe Aufmerksamkeit? Oder das Beste, gerade auch im Verborgenen, wo nur er es sieht?

Gebet

Herr, du bist es wert, das Beste zu empfangen. Befreie mich von der knappen, berechnenden Liebe. Lehre mich, dir auch im Verborgenen das Erste zu geben – meine Zeit, meine Kraft, mein Herz. Amen.

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