Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir
„fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“Jesaja 41,10 · Lutherbibel 1912
„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ In wenigen Versen häufen sich hier so viele Zusagen, dass man sie kaum auf einmal fassen kann.
„Fürchte dich nicht“ – das ist eine der häufigsten Aufforderungen der ganzen Bibel. Offenbar weiß Gott, wie sehr die Angst zum Menschsein gehört. Er nimmt sie ernst. Doch gegen die Angst stellt er nicht in erster Linie ein Argument, sondern sich selbst: „denn ich bin mit dir.“
Dann folgt eine dreifache Zusage des Handelns: „Ich stärke dich“ – wo deine Kraft nicht reicht. „Ich helfe dir“ – wo du nicht weiterweißt. „Ich erhalte dich“ – wo du zu fallen drohst. Gott bleibt nicht passiver Beobachter unserer Angst, sondern wird aktiv für uns tätig.
Das Bild der „rechten Hand“ ist tröstlich. Wie ein Vater sein strauchelndes Kind an der Hand festhält, so hält Gott uns. Nicht wir klammern uns mit letzter Kraft an ihn – er ist es, der uns hält. Selbst wenn unser Griff erlahmt, lässt seine Hand nicht los.
Welche Angst trägst du heute mit dir? Die Sorge um einen geliebten Menschen, die Furcht vor der Zukunft, die Angst zu versagen? Höre die Zusage: Du bist nicht allein. Der lebendige Gott ist mit dir und hält dich fest.
Herr, meine Angst ist groß, aber du bist größer. Danke, dass du mich stärkst, mir hilfst und mich hältst. Ich klammere mich an deine Zusage: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir.“ Amen.