Ein Rest, dem Versöhnung zugesagt wird
„Da sandte die ganze Gemeinde hin und ließ reden mit den Kindern Benjamin, die im Fels Rimmon waren, und sagten ihnen Frieden zu.“Richter 21,13 · Lutherbibel 1912
Das Buch der Richter endet düster, mit einem Bürgerkrieg, der den Stamm Benjamin fast auslöscht. Doch dann kommt eine Wende: „Die ganze Gemeinde … ließ reden mit den Kindern Benjamin, die im Fels Rimmon waren, und sagten ihnen Frieden zu" (Richter 21,13). Statt der Vernichtung wird Versöhnung gesucht.
Nach all dem Blutvergießen hätte man Benjamin auslöschen können. Doch das Volk erschrak über die Lücke: „Heute ist ein Stamm von Israel abgebrochen." Sie wollten nicht den endgültigen Bruch, sondern Wiederherstellung. Es ist ein zaghaftes, unvollkommenes Bemühen um Frieden inmitten einer chaotischen Zeit.
Wie schnell schreiben wir Menschen und Beziehungen ab – „mit dem rede ich nicht mehr". Doch Gottes Herz sucht das Verlorene und stellt das Zerbrochene wieder her. Gibt es jemanden, den du längst abgeschrieben hast, dem du aber „Frieden zusagen" solltest? Versöhnung ist Gottes Werk; er lädt uns ein, daran mitzuwirken.
Herr, du suchst Versöhnung, nicht den Bruch. Zeige mir, wo ich Frieden zusagen und einen Zerbrochenen wiederherstellen soll. Amen.